Diese Geschichte entstand als Aufsatz für den Deutschunterricht der AKAD (Die Aufsätze werden derzeit als etwas Ähnliches wie Prüfungen gehandelt.) Der Auftrag war Folgender:
3. Guten Abend, Zukunft!
Sie sind heute Abend allein zu Hause. Es klingelt an der Tür. Draussen steht eine etwa 50-jährige Person, die Ihnen bekannt vorkommt. Sie bitten sie herein. Sie legt ein Aufnahmegerät auf den Tisch, schaltet es ein und eröffnet Ihnen, dass Sie ihr Klon sind.
Schreiben Sie das aufgenommene Gespräch in Standartsprache nieder!Naja, ob mir das gelungen ist, davon dürft ihr euch gerne selbst ein Bild machen:
--- Originalfassung, daher die für Nightwindler unnötigen ersten drei Absätze ---
Guten Abend, Zukunft! Bevor ich mit diesem Aufsatz beginne, möchte ich gerne anmerken, dass ich diesem Aufsatz die fiktive Welt Betraya mit all ihren Eigenheiten wie beispielsweise die Existenz von Magie und Drachen zugrunde lege (Nachzulesen auf http://www.nightwind.de.ms)
Selbstverständlich setze ich die Kenntnis dieser Welt für den Leser nicht voraus, denn dort, wo sie sich von der uns bekannten Welt unterscheidet, werde ich darauf hinweisen.
Zum Verständnis: Leon ist (genauso wie Blackfogs) ein Schüler der Nightwind-Akademie für Magie und Kampfkunst, welche sich ziemlich zentral in der Mitte von Betraya befindet. Zurzeit befindet sich Leon in eben selber Akademie in seinem Zimmer.Leon sass an seinem Schreibtisch und versuchte die restlichen Hausaufgaben abzuarbeiten. Macul, der Waffenmeister bestand doch tatsächlich auf einer vierseitigen Auflistung der Materialien, welche eine Waffe unter bestimmten Umständen verstärken können. Er verzweifelte schon fast, da er sich ausser an Mithril, ein bläulich schimmerndes und sehr leichtes Metall an keine Materialien mehr erinnern konnte. Gerade suchte er in seinen Büchern nach weiteren Materialien, als ein leises Glockenspiel von den Toren der Akadamie ertönte. Erst kümmerte er sich nicht weiter darum, doch als niemand das Tor öffnete und die Glocke immer noch ertönte, da sah er nach, wer den vor den Toren stand und offenbar dringend eingelassen werden möchte. Er erschrak heftig, denn die Person, welche da vor ihm stand, sah genau so aus wie er. Kurze weisse Haare, rote Augen, braunes Hemd und braune Hose, kurz ein Spiegelbild seiner selbst. Doch sein Ebenbild war gut dreissig Jahre älter als er. Er war sehr verwundert, bat den Fremden aber dennoch herein. Leon fragte ihn, ob er ihm die Akademie zeigen solle, doch dieser winkte ab und bemerkte, er habe etwas mit Leon zu besprechen und daher soll Leon in doch bitte auf sein Zimmer führen. Als sie in Leons Zimmer ankamen, legte Leons Ebenbild einen komischen kleinen Apparat, welcher Leon völlig unbekannt war, auf den Tisch.
Aufnahmegerät: Klick *hat sich eingeschaltet*
Leon: Was ist das für ein komischer Gegenstand? *Er deutet auf das Aufnahmegerät*
Unbekannter Mann: Ach das, das ist lediglich eine mittels Magie angetrieben Maschine, die unser Gespräch in Schallwellen umwandelt und danach speichert.
Leon: Es kann Gespräche wiedergeben?
Unbekannter Mann: Ja das kann es. Wenn du keine Fragen mehr hast, würde ich gerne erklären, wer ich bin und warum ich hier bin.
Leon: Nur noch eine kurze Frage: Benötigt es sehr starke Magie um einen solchen magischen Gegenstand zu erschaffen?
Unbekannter Mann: Nun ja, es ist sicherlich nicht gerade leicht, ich denke es benötigt schon recht hohe Magie dafür. Nun sollten wir aber über das Wesentliche sprechen.
Leon: *patzig* und was wäre das?
Unbekannter Mann: *Er beachtet seinen Einwand nicht* Also, wie du sicherlich anhand meines Aussehens erkennen kannst, ich bin du… *Er will weiter sprechen, wird jedoch von Leon unterbrochen.*
Leon: Wie kannst du ich sein?
Unbekannter Mann: Ich bin das, was du in circa. 30 Jahren sein wirst, denn ich komme aus der Zukunft.
Leon: Aus der Zukunft? Wie geht denn das? Ich glaube dir nicht, wenn du tatsächlich ich bist, dann müsstest du auch wissen, wie der Name meiner seit grauer Zeit verschollener Schwester lautet, oder?
Unbekannter Mann: Selbstverständlich, mein Name ist Leon von Ryo, geboren im Jahre 5110 und der Name meiner Schwester lautet Savara von Ryo, sie wurde im Jahre 5105 als Tochter von Melina von Ryo und einem Mitglied der mit uns verfeindeten Familie de Bouclier, nämlich François de Bouclier geboren.
Leon: Das…ist…alles…korrekt…, du…musst…die…Wahrheit…sprechen. *Er ist sehr erstaunt.*
Leon (Zukunft): Natürlich lüge ich nicht. Doch nun zu der wichtigen Angelegenheit, weshalb ich überhaupt erst in die Vergangenheit gereist bin.
Leon (Gegenwart): Warte kurz, wie bist du denn in die Vergangenheit gelangt?
Leon (Zukunft): Wir haben eigentlich keine Zeit zu verschwenden, aber ich werde es dir erklären. Man kann in die Vergangenheit reisen, indem man mittels Magie ereichter Lichtgeschwindigkeit durch ein schwarzes Loch tritt. Das Problem daran ist, das diese schwarzen Löcher innerhalb der Atmosphäre von Betraya nur in Forme von zufällig auftauchenden, alles verschlingenden Sphären des Nichts auftreten. Daher muss man, neben der benötigten magischen Energie um die Lichtgeschwindigkeit zu erreichen, darauf achten, dass einem die Sphäre nicht ins ewige Nichts einsaugt.
Leon (Gegenwart): Aha, und was war jetzt diese „wichtige Angelegenheit“ weswegen du in die Vergangenheit gereist bist?
Leon (Zukunft): Nun ja, wir haben ein kleines Problemchen mit einer solchen Sphäre des Nichts. Normalerweise wäre das kein Problem, denn Paliron, der Beschützer Nightwinds, würde sich darum kümmern, doch ist dieser tot.
Leon (Gegenwart): Tot, wie ist das nur möglich?!
Leon (Zukunft): Er wurde getötet… von Blackfogs.
Leon (Gegenwart): Warum? Warum hat er das getan?
Leon (Zukunft): Blackfogs war ja schon immer ein dem Bösen zugeneigter Schüler. Lioth, der Gott des Bösen, erschien ihm in seinen Träumen und forderte ihn auf, Paliron zu töten. Der Schatten in Blackfogs folgte diesem Befehl nur zu gerne, da er in Lioth eine Chance sah, den menschlichen Anteil in Blackfogs endgültig auszulöschen. Der Schatten tötete also Paliron, und benutzte sein Blut und die Spähre des Nichts um in einem komplizierten Ritual, den Gott des Bösen in Blackfogs Körper zu befördern und Blacksfogs
menschliche Seite zu zerstören. Seither herrscht Lioth in Blackfogs Körper über Nightwind und diejenigen Schüler und Lehrer, welche überlebt haben, verstecken sich nun in der Wüste Nemis’ras. *Er zieht den Ärmel seines Hemds zurück, zum Vorschein kommen Brandwunden, Löcher und andere Zeichen von Verstümmelung* Manche, wurden auch wie ich gefoltert, um das Versteck der restlichen Schüler und Lehrer zu erfahren, doch wir heilten alle dicht.
Leon (Gegenwart): Wenn du doch gefangen und gefoltert wurdest, wie konntest du dann zu mir kommen?
Leon (Zukunft): Ich wartete, bis Blackfogs ausser Reichweite war und betäubte den Folterer und die Wachen mit einigen gezielten Schlägen. Danach rannte ich weg und kam durch eine Spähre des Nichts, welche wir in der Wüste gefunden hatten zu dir. Da wir in der Zukunft den Tod von Paliron nicht mehr rückgängig machen können, ist es sehr wichtig, dass du die Spähre zerstörst, bevor sie in die Nähe von Nightwind kommen wird. Denn wenn sie in dieser Zeit zerstört wird, dann wird die schreckliche Zukunft niemals Wirklichkeit.
Leon (Gegenwart): Hm, da sind aber noch zwei Probleme, erstens wie komme ich zu dieser Sphäre und zweitens wie zerstöre ich sie?
Leon (Zukunft): Also erstens, dafür habe ich einen weiteren magischen Gegenstand, es handelt sich um eine Art Scheibe mit einem Pfeil aus einem auf Sphären empfindlichen Material, welcher immer in die Richtung zeigt, wo sich die Sphäre befindet. Und für die Zerstörung müsste ich hier auch etwas haben… *Er durchsucht die Taschen seiner Bekleidung* Ach ja hier ist es. *Er reicht Leon (Gegenwart) einen gezackten Dolch der vollständig aus Bernstein beseht* Damit müsstest du die Sphäre mühelos zerstören können.
Leon (Gegenwart): Wenn du doch schon alles besitzt, um die Sphäre zu zerstören, warum tust du es dann nicht selbst?
Leon (Zukunft): Aus einem ganz einfachen Grund, denn würde ich die Sphäre zerstören, dann käme ich nicht mehr zurück in die Zukunft und wäre hier gefangen.
Leon (Gegenwart): In Ordnung, dann werde eben ich diese Sphäre zerstören, wo befindet sie sich denn im Moment?
Leon (Zukunft): Sofern ich mich nicht irre, müsste sie sich immer noch in der Wüste Nemis’ras befinden.
Leon (Gegenwart): Dann lass uns aufbrechen!
Sie reisten mit Pferden, welche sie sich kurzerhand aus dem Stall Nightwinds entlehnt haben gen Nemis’ras. Nach zwei Monden erreichten sie endlich die Wüste. Sie mussten noch einige Tage die Wüste durchsuchen, wobei sie nämlich die Pferde mit Kamelen vertauschten, bevor sie die Sphäre endlich gefunden hatten. Der ältere Leon trat durch die Sphäre, er verschwand in Richtung Zukunft und kurz danach wurde die Sphäre von Leons Dolch durchstossen, auf dass sie nie in Kontakt mit Blackfogs kommen möge.
Leon: Es ist vollbracht. *Die Sphäre zerspringt in lauter schwarze kleine Teilchen, die nach Bodenkontakt sofort verschwinden* Nightwind ist gerettet.
Dolch: summ *Der Dolch verwandelt sich unter Zischen wieder in das Aufnahmegerät zurück.
Aufnahmegerät: Klick *Schaltet sich aus, da der verwunderte Leon zufällig auf den richtigen Knopf gedrückt hat.*
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Diese Geschichte wurde übrigens erfreulicherweise mit 5,3 benotet. (Ich
glaube 5,3 entspricht der deutschen Note 1,7 kann das sein?)
Anmerkungen:
Es werden wohl demnächst noch einige weitere Nightwind-bezogene Aufsätze folgen, da unsere Deutschlehrerin es zur Zeit offenbar lustig findet, uns jede Woche einen vierstündigen Aufsatz aufzugeben.
Ja ich weiss, ich habe Foggys Namen falsch geschrieben, sorry. -.-