von Maileen » Mo Apr 23, 2007 19:07
Tja, das is die Story meines alten Charas, der bei Nightwind war! =) Ich hatte Miri gerne! ;___;
Der Solarisspiegel
Der Wind wehte über die stille Ebene und wirbelte leicht das helle Haar von Mirijma auf. Sie stand auf einer kleinen Erhöhung der Ebene und sah in der Ferne ihr Ziel. Ein alter verlassener Tempel, der nach einer Legende verflucht sein sollte. Er war monströs und wirkte wie ein Riese in dieser einzigen Grassteppe. Plötzlich tauchte ein kleines rötliches Licht neben ihr auf und machte es sich auf ihren Schultern bequem. „Du musstest wirklich nicht mitkommen Tarura… mir wird schon nichts passieren!“ Doch die kleine Elfe sträubte sich dagegen zurückzufliegen und ihre Herrin alleine zu lassen. Mirijam lächelte unauffällig und lief nun auf den Tempel zu. Denn die beiden hatten nur diese eine Nacht um den legendären Solarisspiegel zu finden, da Mirijam ein Vampir war und somit dem Tag entfliehen musste. „Dann mal los…!“ Nun beschleunigte sie und lief schneller auf deren Zielort zu. Diese Nacht war ziemlich kühl und es war ein klarer Sternenhimmel zu sehen. Das Gras ging ihr bis zu den Knien, doch das beschwerte ihren Lauf ganz und gar nicht. Endlich stand sie vor der Ruine und betrachtet alles genau, sie musste sich sicher sein, dass kein anderer hier war, um den Solarisspiegel vorher zu ergattern. Vorsichtig schlich sie in den Eingang des Tempels und schaute sich die riesigen Säulen an, die weiß wie Schnee waren. Obwohl der Tempel bereits einige 1000 Jahre alt war, war er tadellos sauber im inneren. Kein einziges Bett aus Moos. Das beunruhigte Mirijam nun und sie zog leise ihren Degen. „Tarura… du suchst hinten nach irgendeinem Weg nach oben. Ich werde hier suchen. Aber pass auf… irgendetwas scheint hier zu leben!“ Die kleine Elfe flog einpaar mal auf und ab und zeigte dadurch, dass sie alles verstanden hatte. Sofort sauste sie wie der Wind davon und suchte eine Tür oder so etwas Ähnliches. Mirijam suchte in einem kleinen abgelegenen Gang der stockfinster war. „Geister des Lichtes, spendet mir Licht um mir den Weg zu Weisen“, flüsterte sie leise. Eigentlich brauchte sie das Licht gar nicht, aber falls Tarura zurückkommen sollte, konnte sie ohne Bedenken in den Gang fliegen. Beide suchten knapp eine ganze Stunde nach einem Eingang, doch leider Fehlanzeige. Mirijam kam wieder zum Ausgangspunkt zurück und rief ihre Elfe. Wie der Blitz kam das kleine rote Licht angeflogen und setzte sich auf die Schulter ihrer Herrin. „Hast du etwas gefunden?“, fragte nun der Vampir und setzte sich auf einen etwas größeren Stein. Tarura piepste nur leise und meinte, dass sie auch nichts gefunden hatte. Aber sie hatte bemerkt, dass es gar keine Räume in den oberen Stockwerken gab. Nicht einmal Gänge. „Das heißt also, das wir hinunter müssen…Das kommt uns gerade Recht, aber wo ist bloß dieser Eingang?“, rätselte Mirijam und runzelte die Stirn. Sie steckte auch ihr Schwert wieder ein und holte einen kleinen Beutel heraus. Dann öffnete sie es und holte ein kleines Stück Brot und gab es Tarura, die es fröhlich as und leise eine Melodie summte. Mirijam war wirklich glücklich darüber, dass sie die Elfe gefunden hatte. Denn dadurch war sie nicht mehr so einsam und hatte jemanden, mit dem sie reden konnte. Doch plötzlich sah Miri eine Ratte vorbei huschen. Diese nahm sofort Kurs auf ein Loch, das in einer Wand war und verschwand auch sofort darin. „TARURA… ich glaube wir haben den Eingang!“, jubelte Mirijam laut und sprang auf. Ihre Elfe konnte gerade noch ihr Essen retten und flatterte nun zum Loch. Ihre Herrin folgte ihr und hielt die Hand vor den kleinen Eingang. „Ein kleiner Luftzug, das muss der Eingang sein! Geh zur Seite!“ Tarura flog sofort hinter einen kleinen Felsen und Mirijam nahm ein wenig Abstand von der Wand. „Geister des Feuers! Erwachet zum Leben. Antwortet und leiht mir eure Kraft!“ Mirijam schleuderte einen großen Feuerball auf die Wand, diese zerbarst in all ihre Einzelteile und ein dunkler Gang wurde sichtbar. Beide Abenteurer gingen ein Stück hinein. Der ganze Weg war aus schwarzem Obsidian und wirkte wie ein schwarzer Spiegel. Eine leichte kühle Brise kam ihnen entgegen und wirbelte den Staub auf den alten Stufen auf. Mirijam wendete sofort ihren Lichtzauber an und stieg die Treppen hinunter. Tarura folgte ihr leicht verängstigt und blieb immer in der Nähe des Vampirs. Die Wand der Treppe war glatt geschliffen und eiskalt, sogar kälter als die Haut eines Unsterblichen. Endlich kamen sie nach zehn Minuten in den Kellergewölben an, wo es ziemlich kalt und leicht feucht war. Die Schritte der Vampir Lady hallten weit in den Gang hinein. Dann kamen beide in einen stockfinsteren Raum. Nur die Umgebung, wo Mirijam und Tarura waren, wurde erhellt. Daraufhin verstärkte Mirijam den Lichtzauber und kleine Lichtfeen schwirrten durch den Raum und entzündeten Fackeln, die an den Wänden hangen. Doch was die beiden Abenteurer als Raum glaubten, entpuppte sich in als riesige Halle, die auf beiden Seiten 6 Säulen hatte. Doch etwas war hier nicht in Ordnung, wie ein Schlag durchfuhr es Mirijam. Mit einer schnellen Bewegung hatte sie ihren Degen wieder in der Hand und nahm ihre Kampfstellung ein. Tarura war ziemlich verwirrt und piepste fragend vor sich her. Ihre Herrin dagegen legte den Zeigefinger auf die Lippen und flüsterte in einem kaum hörbaren Ton: „Verlorene Seelen… einige wurden erst vor zwei Tagen getötet!“ Mit einem Satz sprang Mirijam auf die Seite, denn wenn sie das nicht getan hätte, dann hätte wohl das schwarze Schwert sie durchtrennt. Sie drehte sich schnell um und hob den Degen um den zweiten schlag abzuwehren. Nun sah sie ihren Gegner. Es war ein Schatten Krieger. Sie durfte sich nicht von ihm verletzen lassen, denn wenn er bereits wusste, dass sie ein Vampir war und noch dazu die Magie angewendet hatte, könnte sich ihr Körper nicht mehr von selbst heilen. Leider hatte sie einen sehr starken Gegner vor sich und hatte alle mühe seine Schläge abzuwehren. Als beide Schwerter mit voller Kraft aufeinander trafen sprangen beide Kämpfer einige Meter zurück. „Was macht ein Mädchen hier, in dieser dunklen Stätte?“, zischte nun dieser. Er war von Kopf bis Fuß in schwarzen Sachen eingekleidet und sein Gesicht wurde halb von einem Schal verdeckt. „Das könnte ich euch genau so fragen!“, gab Mirijam zurück und bemerkte, dass er nicht wusste, dass sie ein Vampir war. Das machte ihr wieder Hoffnung und sie nahm den Degen in beide Hände und stürmte mit einem Kampfschrei auf den Feind zu. Er dagegen hob gelassen die Hand, grinste mies und plötzlich wurde Mirijam von einer Energiewelle gegen eine der grauen Säulen geschleudert. Tarura flog aufgeregt und ängstlich zu ihrer Herrin. „Tarura versteck dich bitte… es wird mir schon nichts passieren!“ Doch die Elfe gehorchte nicht und blieb weiter stur bei ihr. Die Vampir Lady stand schwankend auf und umklammerte ihren Degen. Währenddessen war der Fremde zu ihr gekommen und grinste weiter gehässig und schlug ihr diesmal mit der Faust in den Magen. Wieder ging Mirijam zu Boden und atmete schwer. Er hatte eine unglaubliche Kraft. Die Schläge die er erteilte waren nicht ohne, selbst Miri taten diese weh. Dann als er ihr den Gnadenstoß verabreichen wollte sprang sie einen Salto nach hinten, kam mit den Füßen auf der Säule auf, drückte sich dort ab, drehte sich im Sprung, kam hinter dem Krieger auf die Beine, rannte los und rammte ihren Degen in seine linke Schulter. Er war völlig perplex über dieses Können und zuckte erst zusammen als Miri ihre Waffe wieder herauszog. Das Blut floss nur so in Strömen und bildete einen kleinen roten See auf dem kalten Boden. Der verwundete drückte seine Hand auf die Wunde und drehte sich langsam um. Eine seltsame Aura umgab ihn. Mirijam trat auf Reflex einen Schritt zurück und beobachte ihn weiterhin. Plötzlich fing er an lauthals zu lachen und blickte die Vampir Dame mit roten Augen an. „Unaranah mi de rano!“, brüllte er nun und erhob sein Schwert. Von der einen zur anderen Sekunde verschwand er und nichts mehr war zu sehen. Doch Mirijam spürte, dass er noch in der nähe war und sie angrinste. Sie war noch nicht so gut in der Magie, darum konnte sie den Tarnzauber noch nicht durchschauen. So machte sie sich kampfbereit und wartete ab. Tarura war nun völlig aufgeregt und flog immer wieder auf und ab und schaute nach dem Feind, doch sie sah nichts und verzweifelte vollkommen. Die kleine Elfe wollte nicht, dass ihrer Herrin etwas passierte. Aber Mirijam konnte auch sehr gut auf sich selbst aufpassen, denn sie hörte die Klinge, die von hinten angerast kam. Blitzschnell drehte sie sich um und wehrte den Schlag ab. Doch als sie zuschlagen wollte, gab es keinen Widerstand mehr. Beängstigt schaute sie sich um, wer weiß, vielleicht hatte er bereits bemerkt, dass sie ein Vampir war und somit seine Magie angewandt um ihr den Gnadenstoß zu verpassen. Es legte sich drückende Stille über die Halle, die einen verrückt machen konnte. Tarura war es wohl bereits und schwirrte immer wieder einen großen Kreis um Mirijam. Es vergingen wohl knapp fünfzehn Minuten, in denen völlige Ruhe war und kein Ton zu hören war. Langsam entspannte sich die Kämpferin, denn sie spürte nicht mehr die Aura ihres Gegners. Doch plötzlich piepste ihre Fee schrill auf und folg aufgeregt auf und ab. Verwirrt drehte sich Mirijam um und sofort wurde ihr das schwarze Schwert in den Magen gerammt. Das Schwert durchspießte sie und geschockt schaute sie auf die Waffe die in ihr steckte. Ihr Gegner dagegen hatte ein wahnsinniges Grinsen auf den Lippen. Dann zog er seine Waffe mit einem Ruck heraus und lachte wie ein Gestörter. Mirijam dagegen ließ ihren Degen neben sich fallen, sank auf die Knie und drückte fest die Hände auf die Wunde. Das dämonische Lachen hallte laut in den Hallen. Aber dann verhallte es und der Schatten Krieger hob Mirijams Gesicht mit der Klinge, damit sie ihm genau in die Augen schauen könnte. „Ihr hättet niemals hier herkommen dürfen… Denn ihr werdet hier euer ENDE FINDEN!“, lachte er plötzlich wieder auf und hob sein Schwert. Doch er bemerkte während dieser Zeit nicht, dass sich die Wunde des Vampirs geschlossen hatte. Weiterhin schaute sie ihn mit ihren Katzengleichen Augen an und mit einem Schlag wurde ihm klar, was für ein Wesen vor ihm kniete. „Ihr seid… ihr seid ein… VERFLUCHTER VAMPIR!“ Sofort spürte Mirijam die Magie, die auf das Schwert gesprochen wurde und dieses wurde in magische Flammen gehüllt. Sie dachte bereits, dass es nun zu spät wäre um sich noch zu wehren. Aber bevor der Krieger seinen endgültigen Schlag ausführen konnte, wurde er von einem Feuerball getroffen und somit abgelenkt. Diese Unaufmerksamkeit nahm sich Mirijam zu nutze. Sie packte schnell ihren Degen, stand auf und rammte die Klinge in die Kehle des Schatten Kriegers. Dann drehte sie diese noch einmal und riss ihm eine Seite des Halses auf. Plump fiel der leblose Körper zu Boden und das Blut breitete sich wie eine Pest auf dem Boden aus. Doch woher kam der Feuerball? Sie blickte zu Tarura die erleichtert und überglücklich zu ihr flog. Sofort drückte sich die kleine Elfe an ihre Wange und ihr lief eine mini Träne hinunter. „Hast du den Feuerball geworfen?“, fragte die Vampir Dame und legte sanft ihre Hand auf Tarura. Diese piepste nur ganz leise und bejahte somit die Frage. Mirijam setzte sich an eine Säule und lehnte sich an und schloss die Augen. Sie war vollkommen geschwächt und sie spürte wie der Schlaf sie in den Bann zog. Es musst wohl bereits der Tag angebrochen sein. Wie jeden Tag träumte sie nichts und darüber war sie auch sehr froh, denn sonst hätte sie wohl all das gesehen, was sie verbrochen hatte. Tarura legte sie auch zu ihr auf den Schoß und schlief ein. Es war der erste Kampf in dem sie jemals ihre Feuermagie angewandt hatte.
Am frühen Abend öffnete Mirijam ihre Augen und sah Tarura, die immer noch ruhig schlief. Vorsichtig nahm der Vampir die Elfe in die Hand und tat das liebliche Geschöpf in den Elfenbeutel. Dort war sie gut aufgehoben und ihr würde nichts passieren. Elegant wie eine Katze stand sie auf und ging zum Ende der Halle. Dort war ein riesiges Tor aus Eisen. In diesen Toren waren Bilder hineingearbeitet die Drachen zeigten. Irgendwie muss ich die doch öffnen können! Überlegte sich Mirijam und berührte zaghaft die Schriften die noch zu sehen waren. Plötzlich leuchteten die Eingänge auf und zwangen sie die Arme vor das Gesicht zu halten, da das Licht sie blendete. Knarrend öffneten sich die Tore und machten ihr den Weg frei. Sie trat in einen hellen Raum und sie blieb dann staunend stehen. Vor ihr lag ein goldener Drache, gebettet auf unersetzlichen Schätzen. Alles erstrahlte in einem Licht, das beruhigend auf sie wirkte. Doch es schien, dass der Drache schlief und somit trat sie näher an ihn heran. Doch dann öffneten sich die Augen des Drachen und schauten sie müde und erschöpft an. „Wer seid ihr?“, erklang die Stimme und der Drache hob leicht seinen Kopf. Leicht verschreckt antwortete der Vampir: „ Ich bin Mirijam, eine Kriegerin der Nacht! Und ich suche den Solarisspiegel!“ Bereit zum Kampf nahm sie ihren Degen in die Hände und nahm ihre Kampfposition ein. „Steckt den Degen wieder ein! Ich werde euch nicht angreifen!“ Beruhigte er sie und legte seinen Kopf wieder auf das Gold. „Nun“, begann Mirijam, „wer seid ihr?“ Der Drache schloss die Augen und schnaubte schwer und antwortete: „Ich bin der legendäre Drache Solaris und das was ihr sucht ist wohl eine meiner Schuppen. Kommt näher ich werde euch nichts tun.“ Sie gehorchte dem Wesen, trat näher heran und kniete sich dann vor ihn. Nun bemerkte sie erst, dass er schwer atmete. „Nehmt euch eine Schuppe, es macht sowieso nichts mehr aus, ob ich eine weniger habe. Ich werde diese Welt bald verlassen und den Schattenlindwürmern folgen!“ Er streckte nun ihr seinen schuppen besetzten Schwanz hin. Mirijam nahm ihren Dolch und entfernte vorsichtig eine Schuppe. Die Schuppe schien auszusehen wie ein Spiegel und reflektierte jeden Lichtstrahl der darauf traf. Wieder schnaubte der Drache schwer und drehte leicht seinen Kopf auf die Seite und öffnete die Augen um sich Mirjam anzuschauen. „Ihr seid kein Mensch“, bemerkte er schließlich. Die Dame nickte nur, packte die Schuppe ein und setzte sich im Schneidersitz so hin, damit sie dem Drachen ins Gesicht schauen konnte. „Ich bin ein Vampir, um genau zu sein!“ Wieder schloss Solaris die Augen und meinte: „So ist das also. Könnte ich euch um einen Gefallen beten?“ Sie legte den Kopf schief und sagte dazu: „Es kommt auf den Gefallen an.“ „Bleibt solange da, bis ich fort aus dieser Welt bin. Ich bin seid 10000 Jahren alleine gewesen und habe seid dem kein einziges Mal die Sonne gesehen.“ Mirijam staune als sie das Alter des Drachen erfahren hatte und willigte natürlich ein. Sie lehnte sich an seinem Bauch an und spürte den schweren Atem, der wie es schien, jede Minute langsamer wurde. Es herrschte eine Stille, die keiner zu durchbrechen wagte. Dann nach einer Stunde setzte der Atem des Drachen aus und er war nun für immer frei und fort. Mit ihrer Hand strich sie ein letztes mal über die Schuppen und stand auf. Plötzlich löste sich das goldene Wesen auf und einzelne Lichter stiegen empor. Dann als das Schauspiel vorüber war, wollte sie hinausgehen doch sie sah, dass ein Ei am Tor lag. Behutsam hob sie es auf und legte es in einen ihrer Taschen. Sie trat hinaus aus der Schatzkammer, stieg wieder die Obsidianstreppen hinauf und verließ den Tempel für immer. Als sie wieder auf der dunklen Ebene stand schaute sie ein letztes mal hinunter zum Tempel und kehrte ihm dann den Rücken zu. Sie brachte die Schuppe zu Akantra, damit sie diese in den Degen einarbeiten konnte und somit ihre Waffe neue Kräfte erlangte und Mirijam mehr Magie ausüben konnte.
~Nur bei Vollmond erkennt man die wahre Schönheit des Seins~