Willkommen im Forum - Diese Information schließt sich nach der Registrierung automatisch

Du betrachtest derzeit das Forum als Gast und hast damit nur eingeschränkten Zugriff auf Diskussionen und andere Funktionen. Wenn du dich kostenlos registrierst, kannst du neue Themen unter deinem Namen verfassen und mit anderen Mitglieder private Nachrichten austauschen, an Umfragen teilnehmen und weitere spezielle Funktionen nutzen. Die Registrierung ist einfach, schnell und vor allem kostenlos, also registriere dich jetzt !

Jetzt kostenlos registrieren.

Bereits registriert ? Dann jetzt anmelden !

Benutzername:
Passwort:

  Mich bei jedem Besuch automatisch anmelden
  Meinen Online-Status während dieser Sitzung verbergen

Fest zur Ehren Sainalias [Saisonales] [Feier]

Hier könnt ihr fertige Geschichten posten und sie von anderen kommentieren lassen. Bitte denkt daran, nicht nur zu posten sondern auch zu kommentieren.

Fest zur Ehren Sainalias [Saisonales] [Feier]

Beitragvon Leon von Ryo » Sa Mär 29, 2008 21:11

Fest zur Ehren Sainalias

Es war der 24.Tag des letzten Wintermonates. Nightwind wurde bereits festlich geschmückt, denn das Fest zu Ehren Sainalias sollte am folgenden Tage stattfinden. Mitten auf dem Dorfplatz stand traditionell eine grosse Fichte, an welche die Einwohner des Dorfes ihre Geschenke für ihre Mitmenschen hängten.

Tags zuvor, es war in der letzten Stunde vor den Winterferien. Sie hatten gerade eine Mythologielektion. Die Lehrerin sprach über den Kampf zwischen Sainalia, der Göttin des Wohlstandes und der vom Gott des Todes besessenen Waldgöttin, Panna. Kokoro und Leon, welche in der ersten Reihe sassen, schrieben eifrig mit. Maileen und Caldan hatten offenbar Mühe der Lehrerin zu folgen, denn in ihren Heften stand bisher wenig. Mikan, die mit Maileen in der zweiten Reihe sass, hatte gerade aus Versehen ihre ausführlichen Aufzeichnungen angezündet und versuchte nun fieberhaft den Brand zu löschen. Doch dies gelang ihr nicht, sodass sie Kokoro um Hilfe bat, welche den Brand auch sogleich mit ein wenig Wassermagie löschte. Mikans Aufzeichnungen jedoch waren bereits zu Asche zerfallen. Black Foggs polierte währenddessen seelenruhig seine Sense, liess sie verschwinden und wieder auftauchen und kümmerte sich nicht um den Unterricht. Xardas hingegen sass so da, dass man meinen könnte er schliefe, und wenn sein Heft sich nicht wie von selbst gefüllt hätte, wäre die Lehrerin sicherlich auch dieser Meinung gewesen.

Plötzlich ging die Türe zum Klassenzimmer auf, und die Schulleiterin von Nightwind, Akantra trat ein. Als die Lehrerin Akantra erblickte, hörte sie augenblicklich auf zu sprechen. Alle, warteten gespannt darauf was Akantra zu sagen hatte. Sie begann betont appellarisch: “Ich musste mit Betrübung feststellen, dass die Beteiligung der Nightwind-Schüler am vergangenen Sainalia-Fest gegen null tangierte! Ich wünsche mir, dass sich dies dieses Jahr verändert.“ An dieser Stelle wurde sie von Foggy mit einem eher vermindert qualifizierten Zwischenruf unterbrochen. Sie ignorierte ihn. Doch dann stellte Xardas, welcher aus seiner Trance aufgewacht war fest, dass die Wiedereröffnung Nightwinds erst vor knapp einem Jahr am 12.01.5128 stattfand. Die Schüler Nightwinds konnten also gar nicht an dem Fest teilnehmen, weil es zu der besagten Zeit noch gar keine Schüler gab. Akantra war zutiefst beschämt, sie musste offenbar dieses Jahr mit einem vor der Schliessung Nightwinds verwechselt haben. Nachdem einigermassen wieder Ruhe eingekehrt war und Akantra ein paar Worte mit Frau Publica, der Mythologielehrerin gewechselt hatte, erklärte sich Akantra dazu bereit, die Sage des Kampfes zwischen Sainalia und Panna zu Ende zu erzählen. Da Akantra die Lektion von Frau Publica übernahm, packte diese ihre Sachen zusammen und verliess eilig den Klassenraum. Als Akantra mit ihren Erläuterungen geendigt hatte kam sie zum für sie wichtigsten Punkt. Aus dem Nichts zauberte sie einen kleinen Hut und erklärte der versammelten Klasse: „In diesem Hut hier befinden sich sieben Zettelchen mit je einem Namen darauf. Bevor ihr jetzt in die Winterferien abrauscht, zieht jeder von euch einen Zettel heraus. Ich erwarte, dass ihr euch an dem Brauchtum des Geschenkeaufhängens beteiligt! Der Name auf dem Zettel steht für denjenigen Schüler, dem ihr ein Geschenk machen sollt. Um das Ganze für euch ein wenig lukrativer zu gestalten, werde auch ich einen Zettel ziehen und für jemanden von euch ein Geschenk aufhängen.“ So wollte es Akantra und so geschah es, auch wenn einige eher widerwillig in den Hut griffen. Leon fand das ganze Getue um diese Sage zwar nicht wirklich doof, aber dennoch im höchsten Grade überflüssig. Auch als Akantra ihm auftrug, sich um die kulinarischen Genüsse für das Fest zu kümmern, ahnte er noch nichts Böses.

Faul, wie er war, kümmerte er sich nicht gleich um die ihm aufgetragene Arbeit, sondern ging zuerst in sein Zimmer und schmiss sein Heft, in welchem er gerade noch geschrieben hatte, mitsamt dem gezogenen Zettel in eine Ecke, und beachtete sie nicht mehr. Dazu muss noch gesagt werden, dass es ein sehr schönes grosses Zimmer war, welches minder spartanisch eingerichtet war: In einer Ecke stand ein kleines Bett, am anderen Ende ein voll gestellter Schreibtisch, sowie ein Stuhl aus Stein. Das grosse, fast noch leere Bücherregal, stand in der Nähe der Türe gegenüber dem Schreibtisch. Neben dem Bett befand sich noch ein Fenster und daneben ein grosser Haufen mit diversen Sachen. Als er bemerkte, dass Lüci, welcher sich inzwischen bei ihm einquartiert hatte, nicht da war, wollte Leon endlich ein Buch zu Ende lesen. Doch er kam nicht dazu, da seine Feuerfee Ryuu gerade herein geflogen kam. „Na, hast du wieder was ausgefressen, oder warum bist du schon hier?“, fragte sie hinterlistig. Leon erwiderte, es sei einfach der letzte Schultag vor den Winterferien gewesen und er habe nichts ausgefressen. Sie bedauerte, dass sie keinen Grund hatte um mit Leon schimpfen zu können. Deshalb begann sie wieder damit, Leon vorzuhalten, wie schrecklich es doch sei mit ihm zusammen leben zu müssen. Plötzlich kam Dragone durch das geschlossene Fenster gekracht. Leon war ausserordentlich froh, denn Ryuu und Dragone verstanden sich hervorragend und das Gemecker hörte immer augenblicklich auf, wenn sie erschien. Ein wenig unglücklich über Dragones Ankunft war er aber doch, denn nun musste er schon wieder eine neue Fensterscheibe organisieren. Er schlich aus dem Zimmer und schlenderte hinunter in das Dorf unterhalb Nightwinds. Er ging auf direktem Wege zum Schmied, um sich neue Waffen anfertigen zu lassen. Seine Dolche waren in dem Kampf mit Foggy zerbrochen worden und die Ersatzdolche, welche er in der ersten Kampfkunstlektion nach dem Kampf mit Foggy bekommen hatte, waren seiner Meinung nach keinen Eyso wert.

Der Schmied konnte ihm leider nicht helfen, da er einen dringenden Auftrag, worüber er nicht reden durfte, zu erledigen hatte. Daher wollte Leon sich eine neue Fensterscheibe kaufen. Doch er musste bald feststellen, dass einige Häuser sehr wohl Fensterscheiben hatten, offenbar jedoch nur Akantra wusste, wo man welche herbekommen konnte. Als er dies erkannte, rannte er zurück nach Nightwind um Akantra aufzusuchen. Er fand sie auf der obersten Etage von Nightwind, in ihrem Büro. Er trug sein Anliegen vor. Akantra jedoch wimmelte ihn mit dem Versprechen ab, sich um das Fenster zu kümmern. Mittlerweile war es bereits Abend geworden, die Sonne stand schon tief und würde wohl demnächst untergehen. Leon ging widerwillig zurück in sein Zimmer, denn er befürchtete, dass Ryuu immer noch dort sei. Er hatte Glück; als er langsam die Tür zu seinem Zimmer öffnete, hörte er, wie sich Dragone sowie sein Freund Lüci miteinander unterhielten. Ryuus Stimme war glücklicherweise nicht zu vernehmen. Beruhigt trat er in sein Zimmer ein. Er sah, wie Dragone Lüci half die alte Schrift auf einer vergilbten Schatzkarte zu entziffern. Lüci und Dragone begrüssten ihn überrascht, aber freundlich. Lüci erkundigte sich bei Leon, wie er denn seinen Tag verbracht habe. Nach einem kurzen Gespräch verabschiedete er sich, weil er noch Einiges einkaufen wollte und nicht so bald wieder zurückkehren würde. Dragone merkte an, sie sei noch mit Caldan verabredet und verliess ebenfalls den Raum jedoch durch das von ihr zerstörte Fenster. Endlich hatte er Zeit, sich dem aus Akantras Hut gezogenen Zettel zuzuwenden. Er suchte sein Heft in seiner Abstellecke, wo er den Zettel vermutete. Sein Heft fand er sehr schnell, doch der wichtige Zettel befand sich nicht mehr darin. Nach fünf qualvollen Minuten hatte er ihn schliesslich gefunden. In grossen Lettern stand Kokoro auf dem Zettel. „Ko also, ich muss also Kokoro ein Geschenk machen. Was bin ich froh, dass ich nicht Foggy gezogen habe“, dachte er. Er schlenderte erleichtert zum Bücherschrank, wo er den Zettel gedankenverloren hinlegte. Er nahm sich das Buch mit dem Titel Orientalische Waffen aus dem Bücherschrank und legte sich auf sein Bett und begann interessiert zu lesen. Die Zeit verstrich ohne dass er es merkte. Gerade als er mit dem Kapitel Kurz- und Krummschwerter fertig war, ging die Tür auf. Lüci trat schwer beladen ein und verkündete, dass er alles für seine nächste Schatzsuche eingekauft habe. Er wollte sich direkt nach dem Sainalia-Fest auf den Weg machen, den Schatz der Schatzkarte, welche Dragone für ihn übersetzt hatte, zu heben. Leon wollte eigentlich noch ein Kapitel lesen. Da er Lüci, der todmüde war, nicht verärgern wollte, löschte er die Kerzen und legte sich auch hin.


Am folgenden Morgen, die Sonne war noch nicht aufgegangen, wachte Leon schon wieder auf. Da von Lüci ausser seinem Schnarrchen nichts zu hören war und noch kein Licht das Fenster erreichte, beschloss Leon noch ein wenig weiter zu schlafen. Als er erneut aufwachte, erleuchtete die Sonne bereits den ganzen Raum. Es war Mittag, Leon hatte verschlafen, was ihn aber wenig kümmerte, da er endlich Ferien hatte. Dass Lüci bereits wortlos gegangen war, ärgerte ihn jedoch. Er hätte ihm wenigstens auf einem Zettel mitteilen können, wo er hingegangen war, fand Leon. Er brauchte dringend eine neue Fensterscheibe. Die ganze Nacht hatte er schon gefroren, doch aus Rücksicht auf Lücis Schlaf wollte er sich nicht mit Feuermagie wärmen. Er lief direkt zu Akantra und bevor sie ihn wieder abwimmeln konnte, sprudelte es aus ihm heraus: „Entweder du besorgst mir jetzt sofort eine neue Fensterscheibe, oder ich bleibe solange hier stehen, bis dieser Misstand aus der Welt geschaffen ist.“ Bevor Akantra langsam und unbeirrt ihr Büro verliess, verriet sie Leon die Adresse eines guten Glasers. Dieser lebte etwas abseits von Nightwind in der Nähe des Coraya-Cafés. Wenn Leon sich beeilte, konnte er die Strecke hin und zurück noch an diesem Tag zurücklegen. Er ging in den Stall, sattelte ein Pferd und trabte davon. Dragone, die gerade des Weges kam, schloss sich ihm an. Nachdem Leon das Dorf verlassen hatte, erhöhte er das Tempo und ritt so schnell in Richtung des Coraya-Cafés, dass Dragone Mühe hatte mitzuhalten. Beim Coraya-Café angekommen, hielt er Ausschau nach dem Felsen, hinter welchem der Glaser sein Häuschen hatte. Der Glaser war gegen einen nicht unbeträchtlichen Betrag dazu bereit, mit nach Nightwind zu kommen und die Fensterscheibe einzusetzen. Da Leon jedoch nur ein Pferd dabei hatte, schlug ihm der Glaser vor, mit Leons Pferd vorzureiten und sich um das Fenster zu kümmern. Leon nahm den Vorschlag an und übergab dem Mann sein Pferd. Als er sah, mit welcher Geschwindigkeit der Mann davon ritt, versuchte er sich auch zu beeilen und rannte zurück nach Nightwind. Doch trotz des beachtlichen Tempos, welches er an den Tag legte, war er natürlich langsamer als das Pferd. Die Sonne war schon untergegangen, als er das Dorf vor Nightwind erreichte. Gerade an den Toren des Dorfes angekommen, traf er auf den Glasermeister. Er sagte, er habe das Fenster repariert und verlangte nun seinen Lohn. 800 Crysils kostete das neue Fenster, eine stattliche Summe, die Leon sich jedoch leisten konnte. Er kehrte in sein Zimmer zurück und begutachtete sein neues Fenster ohne zu bemerken, dass Lüci im Zimmer war. Es war schon recht spät, Leon las noch ein paar Kapitel in seinem Buch bevor er in einen tiefen und erschöpften Schlaf versank.

Dunkel war’s, der Vollmond schien helle.

Am nächsten Morgen war ausnahmsweise Lüci zuerst aufgestanden und er weckte Leon. Lüci hatte erfahren, das Akantra allen Bewohnern von Nightwind ein feierliches Frühstück servieren würde und dies wollte er sich natürlich nicht entgehen lassen. Nachdem sie ein sehr umfangreiches Frühstück mit Speck, Eiern, Käse, Lachs, Toastbrot und Honig genossen hatten und Lüci sich bei allen wichtigen Personen eingeschmeichelt hatte, bemerkte Lüci plötzlich, dass Leon ihm die ganze Zeit eigentlich einfach nur gefolgt war, als wüsste er nicht, wo er sich befand. Oh nein, das darf doch nicht wahr sein, war etwa wieder Vollmond? , fragte sich Lüci, und zerrte Leon in sein Zimmer. „Kannst du dich an meinen Namen erinnern?“, fragte Lüci besorgt und Leon antwortete: „Nein, leider nicht. Wer bist du? Wo bin ich denn hier?“ „Es war also wieder Vollmond“, stellte Lüci fest und erklärte ihm das Wesentliche, nämlich wer er sei, woher sie sich kannten und dass Leon Schüler an der Nightwind Akademie für Magie und Kampkunst sei. Leider wusste Lüci nichts von den Aufträgen, die Akantra Leon erteilt hatte. Glücklicherweise hatte er einen Trank gegen Amnesie gebraut, welchen er nun Leon zu trinken gab. Leider schien der Trank keine Wirkung zu zeigen, denn Leon erinnerte sich auch nach dem Trank immer noch an nichts. Bis zum Mittag versuchte Leon seine Kräfte wieder zu finden, doch es gelang ihm kaum, da er vollmondbedingt seiner Magie wegen Vergesslichkeit kaum mehr einsetzen konnte. Es reichte gerade noch für einen sehr schwachen Feuerball und das Anzünden von Fackeln. Er wollte sich ein Buch zur Anwendung von Feuermagie aus dem Bücherschrank holen, als sein Blick auf Zettel fiel, auf dem mit grossen Lettern Kokoro stand. Plötzlich erinnerte er sich wieder an alles! Er sollte Kokoro ein Geschenk machen und musste auch noch für das Essen des Festes sorgen. Er dachte sich, es sei unmöglich, innerhalb wenigen Stunden gute Köche aufzutreiben, welche ein köstliches Mahl für das Fest zaubern konnten. Es war ein Feiertag und die Geschäfte geschlossen. Die einzigen Personen in Nightwind, welche kochen konnten waren Kokoro und Black Foggs. „Kokoro wird mir sicherlich helfen, wenn ich ihr erkläre, warum ich ihre Hilfe brauche. Aber bei Foggy wird es schwerer, denn er wird mir ohne entsprechende Gegenleistung wohl kaum helfen wollen. Ausserdem sollte ich noch ein Geschenk für Kokoro finden.“ Er durchsuchte seinen Schreibtisch nach etwas geschenkwürdigem, fand jedoch nichts. Plötzlich erinnerte er sich, dass er vor Jahren einmal einem Händler zwei Figuren abgekauft hatte, die angeblich Glück bringen sollten. Es handelte sich um eine goldene Drachenschildkröte und ein roter Frosch. Als er nach Nightwind kam, nahm er die Figuren mit und seither standen sie als Schmuck in seinem Büchergestell. Er zog die Drachenschildkröte heraus, packte sie in rotes Papier ein und schnürte es mit einem Band zu einem Geschenkpaket zusammen. Den Zettel, den er von Akantra bekommen hatte befestigte er an dem Bändchen und schrieb darauf: „Für Kokoro von Leon.“ Danach verliess er sein Zimmer und suchte Kokoros. Er fand sie in ihrem Zimmer, wo sie gerade daran war, ein Geschenk zu verpacken. Sie hatte Foggy gezogen und um ihn ein wenig zu ärgern, hatte sie ihm einen rosaroten Schal gestrickt. Nachdem Leon ihr sein Problem erklärt hatte war sie sofort bereit ihm zu helfen. Zuerst wollte sie jedoch noch ihr Geschenk fertig einpacken und es an der grossen Fichte aufhängen. So vereinbarten sie, sich in einer halben Stunde in der Küche von Nightwind zu treffen. Leon machte sich auf den Weg um Foggy zu besuchen. Als er an der grossen Fichte vorbeikam, hängte er noch schnell das Geschenk für Kokoro an einen Ast ganz nahe vom Stamm. Foggy fand er dann in einer Höhle bei den Tempelruinen nahe Nightwinds. Die Höhle war sehr gemütlich eingerichtet, mit einem Bett, zahlreichen Schränken und ein Tisch, dessen Tischplatte aus Holz von geebneten Stalagmiten gestützt wurde. Foggy war offenbar aus seinem Zimmer in Nightwind hier her umgezogen. Er kam hinter einem Felsen hervor gestürmt und wollte Leon sofort angreifen. Dieser schwenkte in weiser Voraussicht sein weisses Taschentuch, als Zeichen, dass er nicht hergekommen war, um zu kämpfen. Als er sein Anliegen vorgetragen hatte, fing Blackfoggs laut an zu lachen und fragte: „Warum soll ausgerechnet ich dir helfen?“ „Du bist ein so begnadeter Koch und ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich diese Aufgabe ohne deine Hilfe erledigen kann“, erwiderte Leon. „Wenn du mir hilfst, mache ich eine ganze Woche lang deine Hausaufgaben.“ Dies interessierte Foggy natürlich sehr, denn er hasste nichts mehr als Hausaufgaben, von Xardas vielleicht einmal abgesehen. Nach harten und zeitraubenden Verhandlungen einigten sie sich schliesslich auf zwei Wochen und drei Tage der Hausaufgabenübernahme. Foggy kam gleich mit Leon mit und sie rannten so schnell sie konnten zur Nightwindschule. Als sie endlich in der Küche ankamen, wartete Kokoro bereits dort. Sie wunderte sich etwas, dass Foggy ihnen helfen wollte, fragte jedoch nicht weiter nach und begann mit der Küchenarbeit. Bei der Durchstöberung der Speisekammer fand sie Fleisch und Gemüse und schlug deshalb vor Hackbraten und Kartoffelauflauf zu kochen, was Leon sehr gefiel, denn er liebte Hackbraten. Kokoro kümmerte sich um den Kartoffelauflauf währenddessen Foggy den Hackbraten zubereitete. Leon fungierte hauptsächlich als Laufbursche der beiden Köche und war für das Anrichten der kalten Speisen wie Käse und Brot zuständig. Seine Lieblingsnachspeise, der Crème Brûlée konnte er selbst zubereiten. Die Zeit verging wie im Flug. Dragone war sehr hilfsbereit. Sie füllte die sich im Ofen befindlichen Feuersteine mit Energie, welche nötig war um den Braten zu braten und den Kartoffelauflauf zu gratinieren. Auch wurden die Gerichte im Ofen bis zum grossen Buffet des Festes warm gehalten. Ein lieblicher Glockenklang wurde durch den Wind in die Küche zu den eifrigen Köchen getragen. Also blieben nun noch zwölf Schläge bis das Fest begann. Den Bewohnern blieb nun auch noch genügend Zeit, ihre Geschenke an den Baum zu hängen, sollten sie dies vergessen haben. Beim dreizehnten Glockenschlag begann das Fest und dann sollten alle Bewohner auf dem Dorfplatz versammelt sein. Foggy murmelte verlegen, er müsse noch sein Geschenk aufhängen und verschwand in Richtung Dorfplatz. Leon und Kokoro trugen die Speisen in den Speisesaal. Die Glocke läutete zum fünften Mal. Sie kleideten sich festlich und begaben sich so schnell sie konnten auf den Dorfplatz. Eben läutete Akantra zum letzten Mal die wunderschöne Glocke. Sie wartete noch einige Augenblicke und begann dann mit ihrer Rede. Sie hiess alle herzlich willkommen zum Fest zu Ehren Sainalias und begann mit der Erzählung der Legende des Kampfes. Als sie mit der spannenden Geschichte geendigt hatte, verkündete sie, dass nun die Zeit gekommen sei, die Geschenke von dem Baum abzunehmen und sich bei den Schenkenden zu bedanken. Danach lud sie alle in den Speisesaal von Nightwind ein und nicht wenige Dorfbewohner nahmen dieses Angebot dankend an. So zogen viele Leute gen Nightwind. Als sie im Speisesaal ankamen, bemerkte Akantra, dass die Speisen für die vielen Festteilnehmer sicher nicht reichen würden. Gerade wollte sich Leon dafür entschuldigen, da murmelte Akantra ein paar unverständliche Worte und das Mengenproblem war beseitigt. „So das sollte wohl reichen“, sprach sie und wollte gerade an einem Tisch Platz nehmen, als ihr etwas auffiel. „Du siehst traurig aus Leon, warum?“, fragte sie und als Leon antwortete, er habe noch von niemanden ein Geschenk erhalten, da wurde sie plötzlich rot. „Es tut mir leid, ich habe ganz vergessen es an den Baum zu hängen.“ Sie huschte schnell in ihr Büro und kam mit einer kleinen Holzkiste zurück. Sie gab Leon die Holzkiste mit der Bemerkung, das sei sein Geschenk und verschwand in der Menschenmenge. Leon öffnete die Holzkiste und sah im Inneren einen roten Stein leuchten. Als er ihn berührte, verwandelt der Stein sich und Leon hatte plötzlich zwei rot glühende Dolche in der Hand. Als er sie zurück in die Holzkiste steckte, bemerkte er einen Zettel mit Akantras Schrift. Er las: „Lieber Leon, da ich deinen Zettel gezogen hatte und gehört hatte, dass deine Dolche im Kampf mit Black Foggs zerstört wurden, dachte ich, ich schenke dir etwas ganz Besonders. Dieser Stein ist ein Alternotit, der sich bei Berührung verwandelt und zwar in die bevorzugte Waffe der Person, welche den Alternotiten berührt hat. Ich hoffe du kannst ihn gebrauchen und wünsche dir ein frohes Fest.“ Unterschrieben war mit Akantra, Schulleiterin von Nightwind. Leon freute sich sehr über das spezielle Geschenk, aber er war auch gespannt, was die anderen Schüler bekommen hatten. Als er ein wenig herumgefragt hatte, fand er die Geschenkreihenfolge heraus: Akantra --> Leon --> Kokoro --> Foggy --> Caldan --> Maileen --> Xardas --> Mikan.

Kokoro freute sich sehr über die Drachenschildkröte, währenddessen Foggy sich gegen ihre Versuche ihm den rosafarbenen Schal umzulegen energisch wehrte. Foggy hatte Caldan eine Decke mit eingenähten kleinen Feuersteinen gekauft, damit dieser im kalten Stall nicht mehr frieren musste. Von Caldan erhielt Maileen ein Horoskop für jeden einzelnen Tag des kommenden Jahres. Maileen schenkte Xardas eine Lektion im Golembeschwören, welche in den Winterferien abgehalten werden sollte, sowie ein Buch mit dem Titel Handbuch für Golembauer. Von Xardas erhielt Mikan ein feuerfestes Schreibheft, in dem sie zukünftig ihre Aufzeichnungen gefahrlos niederschrieben konnte. Nachdem er erfahren hatte, dass alle mehr oder weniger glücklich über ihre Geschenke waren, trank er noch einen Schluck Glühwein und machte sich dann unauffällig aus dem Staub. In seinem Zimmer stellte er vorsichtig die Holzkiste mit seinen neuen Dolchen auf sein Büchergestell. Müde und erschöpft legte er sich ins Bett. Er freute sich darauf am nächsten Tag seine neuen Dolche auszuprobieren und schlief glücklich und zufrieden ein.


Bemerkungen:

Zur Sage, hier eine Kurzfassung:
Gott des Todes hasst die Göttinen des Wohlstandes und des Waldes. Gott des Todes verpasst Panna eine Gehirnwäsche, worauf diese Sainalia angreift. Diese kämpfen in einem epischen Kampf gegeneinander, welchen Sainalia gewinnt. Sie bringt es jedoch nicht über das Herz Panna zu töten, und verwandelt sie daher in eine grosse Fichte.

Feuersteine können Feuer speichern und diese Energie kontrolliert in Form von Wärme oder Flammen abgeben. Es gibt für jedes Element einen Elementarstein.


Anmerkungen:

1.Diese Geschichte war ein Teil meines Weihnachtsgeschenks an Kokoro. Zu der Geschichte gehörte auch noch die in der Geschichte erwähnte Figur der Drachenschildkröte.

Hier ein Bild (Copyright by Weltbild):
Drachenschildkröte.JPG


Eigentlich habe ich die Geschichte ursprünglich für Ko geschrieben. Da mich jedoch Kokoro bat, Zuzu das Werk zu schicken und irgendwann mal fragte, ob ich die Geschichte eigentlich schon auf Nightwind gestellt habe, dachte ich, ich würde die Geschichte hiermit allen zugängig machen. (Solltest du was dagegen hat, Ko, kannst du das ganze hier natürlich löschen.)

2. Ich habe bereits von Ko und Zuzu die Rückmeldungen bekommen, dass ich Ihren Charakteren (Kokoro und Foggy) nicht ganz gerecht werde, was ich auch verstehen kann, da ich Foggy wohl eine Spur zu nett und Kokoro um einiges zu fies charakterisiert habe. Da ich sehr wahrscheinlich auch noch andere Fehler begangen habe, wäre ich um weitere Kritik jedoch sehr froh. (bitte jedoch ein bisschen weniger vernichtend als bei Lüci, wenn’s geht)

3.Wenn wir schon gerade von ihm reden, Lüci spielt hier noch mit, da diese Geschichte wie schon mal erwähnt ein Teil des Weihnachtsgeschenks war, also folglich vor dem 24.12.07 geschrieben werden musste. Zu diesem Zeitpunkte konnte ich noch nicht wissen, dass Lüci schlussendlich so grob abgelehnt werden würde. (Die Daten seines Steckbriefes spielen aber für diese Geschichte keine tragende Rolle, erwähnt wird lediglich, dass er Schatzsucher und mit Leon befreundet ist.)
Offline

Leon von Ryo
 

Zurück zu Geschichten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron